Berner Stadtklima-Initiative

 
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Ziel der Initiative

Strassenraum entsiegeln - Begegnungsorte schaffen

Der Klimawandel wird auch in Bern spürbarer: Wetterextreme wie Trockenheit und Starkniederschläge nehmen zu. In den Städten kommt es öfter zu gesundheitsschädigenden Hitzeinseln. Die Artenvielfalt nimmt ab.

Die Berner Stadtklima-Initiative verlangt deshalb, dass die Stadt bis 2032 pro Jahr 0.5% der öffentlichen Strassenräume gegenüber dem Stand von 2022 entsiegelt und begrünt. Gleichzeitig sollen pro Jahr 1% der Strassenfläche in neue, klimaangepasste Begegnungsorte und Zonen mit hoher Aufenthaltsqualität umgewandelt werden.

Werden asphaltierte Flächen entsiegelt, mehr Bäume gepflanzt und neue Wasserflächen geschaffen, reguliert dies nicht nur das Stadtklima, sondern macht die Stadt auch zukunftsfähiger, gesünder und lebenswerter. Investitionen lohnen sich. Bern darf hier den Anschluss nicht verpassen.

 
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Warum braucht es eine Stadtklima-Initiative in Bern?

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Gesundheit und Lebensqualität

Die meisten Menschen möchten in einer sicheren, gesunden und möglichst naturnahen Stadt leben. Die Stadtklima-Initiative will dieses Ziel für die Gegenwart und die Zukunft sichern. Wir fordern mehr entsiegelte und begrünte Orte für Begegnung, Bewegung und Erholung in der Stadt Bern - Orte die auch bei zunehmender Klimaerwärmung für alle Menschen attraktiv bleiben.

Ein klimaangepasster öffentlicher Raum ist eine Schlüsselmassnahme für eine hohe Lebensqualität in der Stadt.

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Gutes Mikroklima

Entsiegelte Flächen und Bäume leisten dank Verdunstung und Schatten einen zentralen Beitrag für ein gutes Mikroklima. Gerade bei zunehmender Klimaerwärmung übernehmen grüne Inseln in der asphaltierten und betonierten Stadt wichtige Funktionen. Sie gewährleisten, dass unsere Umgebung weniger Hitze speichert, dass Wasser verdunstet und es abends schneller wieder abkühlt.

Entsiegelte Grünflächen und schattenspende Bäume wirken kühlend und verbessern die Luftqualität.


Im Bild:  Modellierte Durchschnittstemperaturen in der Nacht vom 19. auf den 20. Juni 2019,
Quelle: Burger, Moritz; Gubler, Moritz (2020). Der Berner Stadthitze auf der Spur - Stadtforschung aus klimatologischer Perspektive.
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Funktionierender Wasserhaushalt

Entsiegelte Flächen ermöglichen, dass das Wasser in natürlichen Wegen abfliesst. Bei zunehmenden Starkniederschlägen ist das wichtig, um Überschwemmungen vorzubeugen. Auf versiegelten Flächen fliesst der Regen direkt in die Kanalisation ab. Das ist eine risikoreiche und teure Verschwendung einer natürlichen Ressource.. 
Entsiegelte und begrünte Flächen helfen, mit zunehmenden Trockenheit und Starkniederschlägen umzugehen.

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Hohe Artenvielfalt

25% aller Arten leben im Boden. Doch nur entsiegelte Flächen ermöglichen diesen Vielfalt und helfen die Gesundheit und die Ernährungssicherheit der Menschen zu erhalten. Versiegelte Böden zerschneiden hingegen oberirdische Lebensräume und trocknen das Leben unter dem Boden aus.  

Entsiegelte & biodivers begrünte Flächen sind robuster und weniger krankheitsanfällig, was wiederum die Klimaanpassung erleichtert.

Place de la Plante vor dem Regierungsgebäude in Sion_ früher Parkplatz, heute Spielplatz m

Klimaschutz dank Aufenthaltsqualität

Die Umwandlung von Strassenfläche in attraktive öffentliche Räume zum Verweilen und für den Fuss- und Veloverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zu weniger CO2-Ausstoss. Dies ist wichtig, denn jedes Zehntelsgrad Erwärmung erschwert die Klimaanpassung zusätzlich. Gleichzeitig entsteht mehr Platz für die Bevölkerung und hilft das Quartierleben aufblühen zu lassen.

Ein flächeneffizienter öffentlicher Raum trägt zum Klimaschutz bei.

Schick entsiegelte Flaniermeile in Wien_ Christian Fürthner PiD.jpg

Von anderen Städten lernen

Lernfähige, robuste Städte investieren in Massnahmen, die den grössten Nutzen bringen. Rechnet man die externen Kosten ein, lohnt sich die Entsiegelung für jede Stadt. Paris, Barcelona, Mailand, Gent, Brüssel und viele mehr gestalten ihre Strassenräume in bemerkenswert hohem Tempo um. Sie schaffen mehr Platz für die Menschen. Städteplanung und Architektur befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel.
Klimaanpassung lohnt sich. Bern darf den Anschluss nicht verpassen.

Im Bild: Klimaangepasste Ausgehmeile in Wiens Innenstadt, Foto: Christian Fürthner

 

Initiativkomitee

 
 
 
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